Welche Symptome können in Magen und Darm auftreten?

Typische Magen-Darm-Beschwerden sind:

  • Krampfartige oder stechende Bauchschmerzen
  • Magendruck
  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Sodbrennen mit saurem Aufstoßen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Die Symptome unterscheiden sich von Person zu Person. Sie können akut auftreten und nach kurzer Zeit wieder weg sein. Oder sie kommen immer wieder und werden chronisch. Die Beschwerden können dann eine starke Belastung im Alltag sein und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Und das ist auch leicht nachvollziehbar: Der Familienausflug macht einfach keinen Spaß, wenn der Magen drückt. Kommen dann noch Magenschmerzen hinzu, wünschen Sie sich spätestens jetzt mit Wärmflasche auf das heimische Sofa. Nicht anders ist es, wenn Sie regelmäßig an Durchfall oder Verstopfung leiden. Ein Theater- oder Kino-Besuch ist kaum vorstellbar und macht wenig Spaß, wenn Sie zwischendurch immer wieder zur Toilette müssen. 

Ist eine organische Erkrankung die Ursache für die Magen-Darm-Beschwerden, kann es zudem zu Begleitsymptomen kommen, wie beispielsweise:

  • Fieber
  • Schwindel
  • Kreislaufstörungen

Ursachen für Magen-Darm-Beschwerden

Magen-Darm-Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben:

  • Bei vielen Menschen bringt der Lebensstil die gesunde Balance im Magen-Darm-Trakt durcheinander.
  • Aber auch Magen-Darm-Infekte und andere organische Erkrankungen sind mitunter verantwortlich.

Oft gibt die Situation, in der die Beschwerden auftreten, schon Aufschluss darüber, was Ihre Probleme auslöst. Daher ist es wichtig, genau hinzuschauen, ob Ihr Lebensstil, Stress und Depressionen oder eine organische Erkrankung hinter den Magen-Darm-Beschwerden steckt.

Lebensstil und Genussmittel wirken sich auf Ihren Magen-Darm-Trakt aus

Ihr Lebensstil hat Auswirkungen auf Ihren Magen-Darm-Trakt. Folgende Genussmittel können Ihre Magenschleimhaut und den Darm stressen:

  • Übermäßiger Konsum von Genussmitteln wie Alkohol, Nikotin oder Kaffee 
  • Zu viel Zucker
  • Häufig fettes und scharfes Essen
  • Große, üppige Portionen

Stress und Depressionen als Auslöser für Magen-Darm-Beschwerden

Wer ständig gestresst ist und in Hektik seinen Alltag bewältigt, ist anfällig für Magen-Darm-Beschwerden. Bekannt ist auch, dass depressive Verstimmungen die Verdauung beeinträchtigen können.

Hier kann ein ungünstiger Kreislauf entstehen, wenn Magen-Darm-Probleme wie Magenschmerzen wiederum das Wohlbefinden beeinträchtigen.

Welche organischen Erkrankungen können Magen-Darm-Beschwerden auslösen?

Es ist wichtig, Magen-Darm-Beschwerden ernst zu nehmen, denn sie könnten auch durch ernste organische Erkrankungen ausgelöst werden.

Ein klarer Warnhinweis ist es, wenn die Magenschmerzen so stark sind, dass Sie alles übertreffen, was Sie vorher an Bauchschmerzen erlebt haben. Dann kann es sich um einen „akuten Bauch“ handeln oder auch um ein Begleitsymptom eines Herzinfarkts. Rufen Sie in einem solchen Fall bitte einen Arzt. 

Wenn mit Ihren Magen-Darm-Beschwerden außerdem hohes Fieber und kalter Schweiß auf der Haut einhergehen, kann das zum Beispiel ein Hinweis für eine Infektion mit Viren oder Bakterien sein.

Auch ein Magengeschwür, Gallen- oder Harnwegssteine und Magen- oder Darmkrebs können sich über Magenschmerzen und Co. bemerkbar machen.

Medikamente als Ursache für Magen-Darm-Probleme

Es gibt zahlreiche Medikamente, die als Nebenwirkung Magen-Darm-Beschwerden verursachen:

  • Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, können Sie zum Beispiel durch die Einnahme von Schmerzmitteln wie Diclofenac oder Ibuprofen Reizmagen-Symptome bekommen. 
  • Antibiotika können neben Durchfall auch zu Magenschleimhautentzündungen führen. 
  • Einzelne Blutdrucksenker, aber auch Präparate, die hauptsächlich aus ätherischen Ölen bestehen, können Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen. Bei diesen Präparaten wird Ihnen daher häufig empfohlen, sie zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Rezeptfreie Arzneimittel, die Ihre Magen-Darm-Beschwerden lindern

Bei den typischen Magen-Darm-Beschwerden wie Magendruck, Völlegefühl und Bauchschmerzen, haben sich pflanzliche Arzneistoffe (Phytopharmaka) bewährt. Dabei handelt es sich vor allem um:

  • Angelikawurzel
  • Benediktenkraut
  • Pfefferminzextrakte

Die bewährte Dreierkombination ist zum Beispiel enthalten in Carvomin® Verdauungstropfen. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe in den Pflanzen regen die Produktion von Magen- und Gallensäure an. Es werden mehr Bauchspeicheldrüsenenzyme produziert und auch die Produktion des Verdauungshormons Gastrin angeregt. Das wiederum aktiviert die Bewegungen des Magen und Darms und fördert die Verdauung. Dabei können Verdauungstropfen unabhängig von der Mahlzeit eingenommen werden. 

Eine Linderung der Magenschmerzen und Beruhigung des Magen-Darm-Trakts tritt durch krampflösende, entzündungshemmende und antibakterielle Inhaltsstoffe wie Pfefferminze ein.

Wann zum Arzt mit Magen-Darm-Symptomen?

Magen-Darm-Beschwerden sind oftmals harmlos und können mit Hausmitteln oder rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke selbst behandelt werden. 

Den Arzt sollten Sie jedoch definitiv aufsuchen, wenn:

  • die Symptome akut sehr stark sind
  • die Magen-Darm-Beschwerden lange anhalten
  • die Probleme sich nicht durch Selbstmedikation bessern
  • Magen-Darm-Symptome von hohem Fieber begleitet werden
  • die Beschwerden immer wieder auftreten

Der Arzt wird über eine Ausschlussdiagnostik schauen, ob Ihre Magen-Darm-Beschwerden aufgrund einer ernsten und behandlungsbedürftigen Erkrankung verursacht werden oder was sonst dahintersteckt.

Magendruck

Magendruck ist eines der Hauptsymptome bei Reizmagen. Der Magen drückt unangenehm, dazu kommen teilweise starke Schmerzen. Betroffenen ist gleichzeitig oft schlecht, sie müssen aufstoßen, haben Sodbrennen und Blähungen. 

Magendruck ist nicht nur das Gefühl, sich voll zu fühlen, wie es beim Völlegefühl der Fall ist, sondern es ist ein starker Druck im Magen, der auch Schmerzen auslösen kann.

Magenschmerzen

Der Magen zieht sich krampfartig zusammen, Sie spüren einen stechenden Schmerz, es drückt und brennt. 
Magenschmerzen können diese Gründe haben:

  • Sie sind eines der Hauptsymptome bei Reizmagen
  • Sie treten bei Stress auf
  • Als Begleiterscheinung von Magen-Darm-Infekten
  • Magenschmerzen als Ankündigung von Durchfall
  • Symptom ernster Erkrankungen wie Magenschleimhautentzündungen, Geschwüren, Krebs oder Herzinfarkten.

Wenn Sie akut starke Magenschmerzen oder wiederkehrende Bauchschmerzen haben, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen.

Reizmagen

Reizmagen bezeichnet eine Reihe von Beschwerden des Oberbauchs, unter denen Betroffene anhaltend oder wiederkehrend leiden.

Ganz ähnlich wie beim Reizdarmsyndrom, gehen Mediziner heute davon aus, dass beim Reizmagen die Beweglichkeit des Magens gestört ist und die Nerven im Magen schmerzempfindlicher sind als bei Menschen ohne Reizmagen. 

Typische Symptome des Reizmagens sind:

  • Magenschmerzen
  • Völlegefühl
  • Magendruck
  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Aufstoßen
  • Sodbrennen
  • Mitunter auch Kreislaufbeschwerden und Herzstechen. 

Die Ausprägung der Symptome kann sich von Patient zu Patient unterscheiden. Bei leichten Beschwerden können Ihnen bereits Änderungen des Lebensstils, eine Ernährungsumstellung oder pflanzliche Arzneimittel helfen.  Bei schwereren Symptomen sollte Ihr Arzt die Ursache für die Beschwerden abklären.

Sodbrennen

Bei Sodbrennen breitet sich aufsteigende Magensäure in der Speiseröhre aus und greift deren Schleimhaut an. Es entsteht ein brennendes Gefühl in der Brust, dass sich im Rachen- und Brustraum ausbreiten kann. 
Wenn Sie Sodbrennen haben, müssen Sie häufig auch sauer aufstoßen. Die Ursache: In Ihrem Magen wird zu viel Magensäure produziert. 
Zu den Auslösern von Sodbrennen gehören:

  • Stress
  • Fettiges Essen
  • Schwangerschaft
  • Reizmagen

Wenn Sie Sodbrennen haben, sollten Sie handeln. Aufgrund der Magensäure in der Speiseröhre kann es sonst zu Entzündungen kommen und das Risiko an Speiseröhrenkrebs zu erkranken steigt.

Völlegefühl

Der Bauch fühlt sich aufgebläht und voll an, er wölbt sich nach außen, ist hart und spannt. 
Das unangenehme Völlegefühl entsteht oft, wenn

  • zu viel und zu schnell gegessen wurde,
  • beim Essen zu viel Luft verschluckt wurde,
  • verstärkt Gas gebildet wird.

Kleine Mengen von Luft im Magen können schnell wieder über Aufstoßen (Rülpsen) entweichen. Gelangt jedoch Luft bis in den Dünndarm, dann kann das zu Völlegefühl führen. Aber auch Magenschmerzen und Blähungen können die Folge sein. Mediziner sprechen dann von Aerophagie. 

Besonders Reizmagen-Patienten leiden immer wieder unter dem unangenehmen Völlegefühl. Bei ihnen reichen normale Portionen, damit sie sich voll fühlen und der Magen aufgebläht ist.

Das hilft Ihnen bei Magen-Darm-Beschwerden:

  • Regelmäßige Mahlzeiten: Vielen Menschen tut es gut, wenn sie zu festen Uhrzeiten essen. Bei Magen-Darm-Symptomen kann es außerdem hilfreich sein, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
  • Gut kauen: Kauen, kauen, kauen – am besten jeden Bissen bis zu 40-mal. Das Essen wird so gut mit Speichel vermischt und zerkleinert. Magen und Darm müssen dann weniger Verdauungsarbeit leisten.
  • Ernährungs- und Symptom-Tagebuch führen: Wann haben Sie Magen-Darm-Beschwerden? Haben Sie vorher etwas Bestimmtes gegessen? Hatten Sie Stress? Schreiben Sie für ein paar Tage auf, was Sie essen und welche Symptome wann auftreten. So können Sie Ihren Lebensstil und Ihre Ernährung anpassen.
  • Wärme nutzen: Eine Badewanne, die Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen helfen Ihnen, den Körper und auch den Magen-Darm-Trakt zu entspannen. Die Wärme lindert außerdem Magenschmerzen.
  • Für Entspannung sorgen: Gönnen Sie sich selbst regelmäßige Auszeiten und schalten Sie ab vom Alltag. Das kann helfen, den Magen und Darm zu beruhigen. Lesen Sie also mal wieder ein gutes Buch lesen, machen Sie Yoga oder einen Waldspaziergang – all das bringt auch Ihrem Magen-Darm-Trakt Erholung.
  • Genussmittel reduzieren: Alkohol, Kaffee, Zigaretten, Süßes, Scharfes und Fettes – hier gilt: die Menge macht’s. Die Genussmittel stressen die Magenschleimhaut und regen die Bildung von Magensäure an. Wenn Sie einen empfindlichen Magen und Darm haben, sollten sie daher in Maßen genießen oder ganz darauf verzichten.
  • Tees trinken: Kamille, Fenchel, Anis, Kümmel – frisch zubereiteter Tee aus den Arzneikräutern kann eine Wohltat für den gestressten Magen und Darm sein und akute Beschwerden, wie Blähungen und Völlegefühl lindern. Am besten den Tee aufgießen, gut ziehen lassen und in kleinen Schlucken genießen.
  • Genug trinken: Trinken Sie am besten morgens nach dem Aufstehen ein großes Glas lauwarmes Wasser mit einem kleinen Schuss Zitronensaft. Dann ist Ihr Flüssigkeitsspeicher nach der Nacht gut wieder aufgefüllt. Insgesamt sollten es anderthalb Liter Wasser am Tag sein. Greifen Sie bei Magen-Darm-Beschwerden aber besser zu kohlesäurearmem Wasser.
  • Bequeme Kleidung: Bei Magen-Darm-Beschwerden werden Sie intuitiv auf einen engen Hosenbund verzichten. Besser ist lockere, weite Kleidung, die Ihrem Bauch Platz lässt.
  • Bauch massieren: Das funktioniert auch allein – Ihren Bauch zu massieren entspannt und tut Magen und Darm gut. Aber Vorsicht: Nicht in den Schmerz rein massieren. Wenn es schmerzt, suchen Sie sich lieber eine andere Entspannungsmethode.
  • In den Bauch atmen: Der Alltag ist oft stressig und hektisch. Das wirkt sich auch auf die Atmung aus. Daher ist es gut, wenn Sie sich immer wieder bewusst daran zu erinnern, tief in den Bauch zu atmen und die Luft vollständig wieder auszuatmen. Nach ein paar Minuten tiefer Bauchatmung werden Sie sich erholter fühlen.

Gut versorgt, auch wenn die Apotheke zu hat

Jeder Haushalt sollte für kleine Zipperlein vorbereitet sein. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder im Haus sind. 
Aber auch für Erwachsene ist eine Hausapotheke sinnvoll, denn die meisten Unfälle passieren in den eigenen vier Wänden. Auch Magen-Darm-Beschwerden halten sich selten an die Öffnungszeiten der Apotheken. 
Daher sollten Sie ihren Bestand regelmäßig überprüfen: 

  • Haben Sie alles im Haus, was in die Hausapotheke gehört? 
  • Sind die Medikamente noch haltbar? 
  • Gibt es Medikamente, die erneuert werden müssen?

Gerade bei Magen-Darm-Symptomen gibt es rezeptfreie Präparate, die schnell wirken und akute Beschwerden zuverlässig lindern.

Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden
Pflanzliche Arzneimittel haben sich bewährt, um die Verdauung wieder in Balance zu bringen. Das sind vor allem Präparate wie Carvomin® Verdauungstropfen mit der Dreierkombination aus 

  • Angelikawurzel
  • Benediktenkraut
  • Pfefferminzextrakten

Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen
Der Wirkstoff Dimenhydrinat wirkt bei Übelkeit und Erbrechen schnell und zuverlässig. Der Vorteil: Dimenhydrinat, enthalten z.B. in Vomex A®, gibt es in einer Vielzahl unterschiedlicher Darreichungsformen für Erwachsene und Kinder, zum Beispiel als Dragees, Retardkapseln, Sublingualtabletten, Zäpfchen, Sirup und Lösung fertig dosiert in Beuteln.

Mittel gegen Durchfall
Präparate wie DiaVerde® mit dem Wirkstoff Racecadotril wirken gegen Durchfall. Sie haben den Vorteil, dass sie zuverlässig und schnell arbeiten, gleichzeitig aber die Darmbewegung nicht hemmen. So können Krankheitserreger weiterhin ausgeschieden werden.

Außerdem sollten Sie immer eine Elektrolyte-Lösung griffbereit haben. Sie hilft bei Durchfall, den Mineralstoffhaushalt auszugleichen.

Pflanzenpower hilft, Magen und Darm zu beruhigen

Es gibt eine Vielzahl an pflanzlichen Arzneimitteln, den sogenannten Phytopharmaka. Einige davon haben sich besonders bewährt, den Magen-Darm-Trakt bei Beschwerden wieder in Balance zu bringen und sanft Beschwerden lindern.

Das sind vor allem Angelikawurzel, Benediktenkraut und Extrakte aus der Pfefferminze, die als Dreierkombination die natürlichen Verdauungsprozesse in Schwung bringen und die Verdauungsorgane entlasten.

Doch Vorsicht: Es gibt auch Phytopharmaka, wie das Schöllkraut, die im Verdacht stehen, die Leber zu schädigen.

Angelikawurzel

Angelikawurzel (Angelica archangelica), oder auch Engelwurz, ist ein Kraut, das aus Nordeuropa kommt. Die Dolden wachsen auf Mooren und Wiesen. Es heißt, dass die Wikinger die Pflanze auf ihren Reisen verbreitet haben. 

Sie enthält zahlreiche Inhaltsstoffe wie:

  • Ätherische Öle
  • Furanocumarine wie Bergapten und Archangelicin
  • Cumarine
  • Flavonoide

Die Angelikawurzel schmeckt bitter und regt so die Produktion von Magensäure, Gallensäure und Enzymen der Bauchspeicheldrüse an. Das fördert die Verdauungsfunktion. Zusätzlich wirken die Inhaltstoffe der Angelikawurzel krampflösend auf die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts.

Benediktenkraut

Bevor es Einzug in die moderne Pharmazie nahm, hat sich das Benediktenkraut (Cnicus benedictus) bereits Jahrhunderte in Klosterapotheken bewährt. Der Name geht auf den Heiligen Benedikt zurück, der in dem Benediktenkraut eine Allheilpflanze sah.

Das Benediktenkraut gehört zu den Korbblütern. Es wächst hauptsächlich in Mittelmeer- und Schwarzmeer-Ländern. Das Kraut enthält viele Bitterstoffe und ätherische Öle, wie Fenchon und Citral.

Wie funktioniert Benediktenkraut?

  • Bei Kontakt mit der Zunge reagieren die Geschmacksnerven auf die Bitterstoffe.
  • Die Speichel- sowie Magensäurebildung wird angeregt.
  • Weiterhin wird das Verdauungshormon Gastrin im Magen freigesetzt, welches ebenfalls die Magen-Darm-Tätigkeit anregt und dadurch verdauungsfördernd wirkt.

Pfefferminzextrakte

Die Stauden der Pfefferminze (Mentha x piperita) wachsen im Sommer. Im Herbst sterben sie ab und treiben im nächsten Jahr wieder aus.

Die Pfefferminze schmeckt lecker als Tee, ihre ätherischen Öle lindern aber auch Magen-Darm-Beschwerden. Der Grund: Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend.

Gut vorbereitet den Urlaub genießen

Das möchte wirklich niemand: Anstatt den Urlaub in vollen Zügen zu genießen, quälen Sie Magen-Darm-Beschwerden. Auch wenn Sie normalerweise einen robusten Magen und Darm haben, können Sie auf Reisen empfindlich mit Völlegefühl, Blähungen, Magendruck und Magenschmerzen reagieren. 

Das ist besonders dann der Fall, wenn

  • am Urlaubsort andere klimatische Bedingungen herrschen
  • Ihr Körper mit Zeitverschiebung zurechtkommen muss
  • das Essen schärfer, fettiger oder anders gewürzt ist
  • die Hygienestandards nicht wie zu Hause sind. 

Daher ist es gut, eine Reiseapotheke dabei zu haben. Hier eine Übersicht, welche Präparate zur Vorbeugung und Behandlung von Magen-Darm-Problemen in jede Reiseapotheke gehören:

Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden
Gute Erfahrungen gibt es hier vor allem mit pflanzlichen Präparaten. Eine Dreierkombination aus Angelikawurzel, Benediktenkraut und Pfefferminzextrakten, zum Beispiel enthalten in Carvomin® Verdauungstropfen, bringen Magen und Darm wieder ins Gleichgewicht.

Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen
Schnell und zuverlässig gegen Übelkeit und Erbrechen wirkt Dimenhydrinat, freiverkäuflich erhältlich als Vomex A®. Den Wirkstoff gibt es für Erwachsene und Kinder, zum Beispiel als Dragees, Retardkapseln, Zäpfchen, Sirup oder als Lösung in Beuteln. Für die Reiseapotheke besonders geeignet sind die Sublingualtabletten, welche unter der Zunge zergehen oder die fertig dosierte Lösung in Beuteln. Beides kann ohne Wasser unterwegs eingenommen werden und lindert zuverlässig Übelkeit und Erbrechen. 

Mittel gegen Durchfall
Gut gegen Durchfall helfen Präparate wie DiaVerde® mit dem Wirkstoff Racecadotril. Sie wirken schnell gegen Durchfall und sind gut verträglich.

Der Vorteil gegenüber anderen Mitteln gegen Durchfall: Da der Wirkstoff Racecadotril die Darmbewegungen nicht hemmt, können Krankheitserreger ausgeschieden werden. Zusätzlich hilft eine Elektrolyte-Lösung bei Durchfall den Mineralstoffhaushalt wieder auszugleichen.

Sonstige Mittel
Nicht fehlen sollte in Ihrer Reiseapotheke außerdem:

  • Medikamente gegen Kopfschmerzen und Fieber
  • Gel oder Spray gegen Sonnenbrand und Verbrennungen
  • Gel zur Linderung bei Insektenstichen
  • Mittel zur Wunddesinfektion
  • Pflaster (auch Blasenpflaster)
  • Mullverband
  • Zeckenzange
  • Medikamente, die Ihr Arzt verordnet hat und die Sie auch zu Hause einnehmen

Liegt’s vielleicht am Reizdarm?

Magen-Darm-Beschwerden können ein Reizdarm-Symptom sein

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