Was passiert bei Übelkeit und Erbrechen

Das kennen Sie vielleicht schon aus Kindertagen: ein Eimer neben dem Bett, weil einem so übel ist, dass man befürchtet, zu brechen und es nicht mehr schnell genug zur Toilette zu schaffen. 

Übelkeit (Nausea), Brechreiz und Erbrechen (Vomitus) können Betroffenen sehr zu schaffen machen. Meist wird Ihnen zuerst übel. Wenn das Gesicht blass wird, sich Schweiß auf der Stirn bildet und Speichel in den Mund schießt, müssen Sie sich kurze Zeit später meist auch übergeben. Viele haben ein Druckgefühl im Magen und Darm.

Hätten Sie’s gewusst? – So entstehen Übelkeit und Erbrechen

  • Übelkeit entsteht im Kopf, und zwar dann, wenn das Brechzentrum aktiviert wird.
  • Das Brechzentrum befindet sich am Übergang von Gehirn in das Rückenmark.
  • Erhält es Signale aus dem Magen, z. B. aufgrund einer entzündeten Magenschleimhaut, oder werden von den Augen und Innenohren unterschiedliche Bewegungssignale wahrgenommen, wird das Brechzentrum getriggert.
  • Das führt dazu, dass bestimmte Botenstoffe, wie Histamin, ausgeschüttet werden. Zu viel Histamin kann Übelkeit auslösen.
  • Die Übelkeit kann so stark werden, dass sich Betroffene erbrechen müssen.

Übelkeit und Erbrechen können zudem mit einer Reihe von weiteren Symptomen einhergehen. Welche das sind, hängt mit den Ursachen für die Übelkeit und das Erbrechen zusammen. Typische Begleitsymptome sind:

  • Kopfschmerzen und Fieber 
  • Appetitlosigkeit
  • Schwindel
  • Bauchschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Husten
  • Rückenschmerzen 

Wichtig zu wissen: Bei Erbrechen, wie auch beim Durchfall, kann es zum Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten im Körper kommen. Besonders bei Kindern und Senioren ist es daher wichtig, die Symptome ernst zu nehmen.

Besser wissen, was Übelkeit und Erbrechen ausgelöst hat

Übelkeit und Erbrechen können ganz verschiedene Ursachen haben. Manche sind harmlos, bei anderen ist es wichtig, schnell ärztliche Hilfe zu holen. 
Meist ist die erste Frage an Betroffene: Hast Du etwas Falsches gegessen? Doch die Symptome können auch andere Ursachen haben:

  • Beides ist auch typisch bei Migräne.
  • Sie sind oftmals Begleiterscheinungen bei Reizmagen, Reizdarmsyndrom oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
  • Auch auf Reisen können Übelkeit und Erbrechen Sie erwischen. 
  • Viele Schwangere werden von Schwangerschaftsübelkeit geplagt und müssen sich regelmäßig übergeben. 
  • Ernster ist es, wenn Übelkeit und Erbrechen als Symptom eines Herzinfarkts oder bei Hirnhautentzündung, akuten Gallen- oder Leberproblemen sowie Nieren- und Harnleitersteinen auftreten.

Magen-Darm-Infekte

Übelkeit und Erbrechen sind typische Symptome bei viralen und bakteriellen Magen-Darm-Infekten. Sie treten oftmals mit starkem Durchfall und Fieber auf. 

Das Ihnen übel wird und Sie sich erbrechen müssen, liegt meist daran, dass die Magenschleimhaut von den Erregern angegriffen wird. Der Körper will sich dagegen wehren und die Viren und Bakterien wieder los werden. 

Die Schädigung der Magenschleimhaut durch die Erreger kann im Gehirn Brechreiz auslösen.
Das Erbrechen ist ein Schutzreflex Ihres Körpers, der auf diese Weise versucht, die unerwünschten Eindringlinge wieder aus dem Körper zu befördern.

Verdorbenes Essen

Frische Muscheln, roher Fisch, Eierspeisen, Hühnchen – besonders im Sommer, wenn es draußen heiß ist und die Hygiene nicht richtig eingehalten wird, kann Essen verderben. Wer dann zugreift, hat sich schnell den Magen verdorben. Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen sind häufige Folgen. Verantwortlich dafür sind meist Bakterien. 

Ein sicherer Indikator für eine solche Lebensmittelvergiftung ist, dass auch andere Personen betroffen sind. Bei starken Symptomen suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Migräne

Wer unter Migräne leidet, kennt das: Die Kopfschmerzattacken treten anfallsartig auf, bei manchen Patienten einige Male im Jahr, bei anderen bis zu täglich.

Betroffene können ihrem normalen Tagesablauf bei einer Attacke nicht mehr nachgehen. Stattdessen haben sie das Bedürfnis, sich hinzulegen und im Dunkeln zu sein. Begleitend zu den Kopfschmerzen leiden viele Betroffene auch an Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Wer gegen Milchzucker (Laktose) oder Fruchtzucker (Fruktose) intolerant ist, sensitiv auf Gluten reagiert oder sogar an Zöliakie leidet, kann mit Übelkeit und Erbrechen reagieren, wenn er Lebensmittel zu sich nimmt, die genau diese Inhaltsstoffe enthalten. Die Symptome bessern sich in der Regel, wenn diese Lebensmittel gemieden werden.

Reisekrankheit

Wenn einem unterwegs im Auto, Bus, der Bahn, auf dem Schiff oder im Flugzeug übel wird, ist das die Reisekrankheit. Mediziner sprechen auch von Bewegungskrankheit (Kinetose). 
Typisches Symptom ist Übelkeit, die sich soweit steigern kann, dass gebrochen werden muss. Kinder und Frauen leiden häufiger an der Reisekrankheit als Männer. 
Die Reisekrankheit entsteht aufgrund widersprüchlicher Sinneseindrücke: 

  • Die Augen melden keine oder wenig Bewegung an das Gehirn, während das Innenohr gleichzeitig intensive Bewegungen registriert.
  • Stress entsteht und das Gehirn schüttet Botenstoffe wie Histamin aus.
  • Das Brechzentrum wird dadurch getriggert, und es kommt zu Übelkeit und Erbrechen.

Reizmagen und Reizdarm

Übelkeit und Erbrechen gehören zu den Hauptsymptomen des gereizten Magen und Darms. Sie können begleitet werden von anderen Symptomen, wie Durchfall und Blähungen, aber auch allein auftreten. 
Wenn die Auslöser des Reizmagens und Reizdarms behandelt werden, bessern sich die Symptome. Ist das nicht der Fall, können sie wiederkehrend und chronisch auftreten.

Schwangerschaftsübelkeit

Viele Schwangere leiden an Schwangerschaftsübelkeit, die so schlimm werden kann, dass sie sich erbrechen müssen. 

Häufig sind die Symptome morgens am schlimmsten, weshalb oft von morgendlicher Übelkeit gesprochen wird. Doch tatsächlich können sie zu jeder Tageszeit auftreten.

Mediziner vermuten, dass die Übelkeit durch das Schwangerschaftshormon hCG verursacht wird. Auch niedriger Blutdruck und eine gesteigerte Produktion von Magensäure können eine Rolle spielen

Stress und Angst

Stress und Angst können körperliche Symptome verursachen. Die einen bekommen bei Prüfungsangst Durchfall, anderen wird übel und sie müssen sich erbrechen.

Genauso ist es bei anhaltendem Stress: Wenn im Büro ein Projekt unter immensem Zeitdruck durchgeboxt werden muss oder Ihnen die Renovierung der Wohnung über den Kopf wächst, kann Übelkeit und Erbrechen die Folge sein.

Ihren Magen beruhigen können hier Atemübungen, Meditation und Bewegung an der frischen Luft.

Herzinfarkt

Sie haben sicher schon gehört, dass Schmerzen im linken Arm auf einen Herzinfarkt hindeuten. Doch es gibt auch einige unspezifische Symptome des Herzinfarkts. Dazu gehören:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schmerzen im Oberbauch

Sind diese Symptome stärker, als Sie es zuvor erlebt haben, ist es wichtig, umgehend den Notarzt zu rufen (Empfehlung der Deutschen Herzstiftung).

Selbst etwas gegen Übelkeit und Erbrechen tun

Übelkeit und Erbrechen können Ihnen ganz schön zu schaffen machen. Wer wünscht sich da nicht schnelle Hilfe und Besserung? Häufig treten die Beschwerden dann auf, wenn die Apotheken bereits geschlossen haben.

Daher ist es ratsam, ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen in seiner Haus- und Reiseapotheke zu haben – ein sogenanntes Antiemetikum. Bewährt hat sich hier der Wirkstoff Dimenhydrinat.

Dimenhydrinat: Effektiv gegen Übelkeit und Erbrechen

Zu Übelkeit kommt es, wenn körpereigene Botenstoffe wie Histamin das Brechzentrum im Gehirn aktivieren. Der Wirkstoff Dimenhydrinat greift in diesen Vorgang ein, indem er die Histamin-Rezeptoren blockiert und somit das Brechzentrum weniger aktiviert wird. 

So wird die Entstehung von Übelkeit und Erbrechen zuverlässig unterdrückt. Betroffenen geht es schnell besser. Der Wirkstoff ist auch in niedrigerer Dosierung für Kinder erhältlich.
Dimenhydrinat, zum Beispiel in Vomex A®, ist in verschiedenen Formen rezeptfrei in der Apotheke erhältlich:

  • als Dragees, die schnell und einfach einzunehmen sind,
  • als Retardkapseln, bei denen der Wirkstoff über einen längeren Zeitraum freigesetzt wird,
  • als Zäpfchen für Kinder und Erwachsene, vor allem geeignet bei zusätzlichem Erbrechen,
  • als Sirup, individuell dosierbar für die ganze Familie,
  • als Sublingualtabletten, für die Einnahme unterwegs ohne Wasser
  • als fertig dosierte Lösung in praktischen Beuteln, die ebenfalls unterwegs ohne Wasser eingenommen werden kann.

Der Wirkstoff ist auch in niedrigerer Dosierung für Kinder erhältlich.

Welche Darreichungsform ist die Richtige für Sie?

Ob Sie sich für Dragees, Sirup oder Zäpfchen entscheiden, hängt vom Alter und vom Gewicht der Person sowie individuellen Bedürfnissen wie einer Einnahme unterwegs ab. Auch Begleitsymptome der Übelkeit sind ausschlaggebend für die Auswahl der passenden Darreichungsform. Für diejenigen, die sich auch übergeben müssen, sind Zäpfchen eine gute Wahl. Wer auch an Durchfall leidet, sollte eher auf Sublingualtabletten zurückgreifen, da hier die Aufnahme des Wirkstoffs bereits im Mund beginnt. 

Für die Einnahme unterwegs eignen sich neben den Sublingualtabletten auch die fertig dosierte Lösung in Beuteln – beides kann ohne Wasser eingenommen werden. Besonders praktisch für Familien mit mehreren Kindern ist ein Sirup, der individuell nach Körpergewicht dosiert werden kann.

Dimenhydrinat hilft gegen Übelkeit ganz unterschiedlicher Ursachen: 

Wann zum Arzt mit Übelkeit und Erbrechen?

Wem übel ist und wer sich übergibt, muss noch nicht direkt zum Arzt. Oftmals helfen die Hausapotheke und Hausmittel weiter, um sich bald wieder besser zu fühlen. 
Zum Arzt sollten Sie gehen, wenn:

  • die Symptome anhalten oder regelmäßig auftreten,
  • Sie begleitend starke Bauchschmerzen haben,
  • Zusätzlich hohes Fieber auftritt,
  • Blut erbrochen wird.

Ein Warnsignal sind Übelkeit und Erbrechen auch dann, wenn zuvor selbstgesuchte Waldpilze gegessen wurden. Auch hier gilt: wenn beides in einem ungewohnt heftigen Ausmaß auftritt, sollten Sie zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Gegebenenfalls sollte auch der Notarzt gerufen werden. 

Wenn Schwangeren anhaltend übel ist und sie sich erbrechen müssen, ist es ebenfalls ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dann könnte mehr als Schwangerschaftsübelkeit dahinterstecken.

Warum plötzliche Übelkeit?

Übelkeit kann aus heiterem Himmel auftreten. Gerade war noch alles gut und dann fühlen Sie sich auf einmal hundeelend. Sie können gar nicht mehr ans Essen denken und brauchen dringend frische Luft. 

Oft wird die Übelkeit so stark, dass Sie sich erbrechen müssen. Besonders unangenehm ist es, wenn das ohne Vorankündigung unterwegs, bei der Arbeit oder bei Freizeitaktivitäten passiert.

Plötzliche Übelkeit kann verschiedene Auslöser haben. Oft lässt sich jedoch anhand der Situation, in der sie auftritt, ableiten, was die Ursache ist:

  • Reisekrankheit: Klagen Kinder bei der Autofahrt auf einmal, dass ihnen schlecht ist, sind sie sehr wahrscheinlich reisekrank. 
  • Infekte: Tritt die Übelkeit zusammen mit Durchfall, Blähbauch und erhöhter Temperatur auf, ist das wohl ein Magen-Darm-Infekt. 
  • Schwangerschaft: Vielen Frauen leiden aufgrund der Hormonumstellung an Schwangerschaftsübelkeit. 
  • Aufregung: Prüfungsangst? Lampenfieber? Spontane Verärgerung oder Angst? Der Stress im Kopf versetzt oft den gesamten Körper in Aufregung – und das kann ebenfalls zu plötzlicher Übelkeit führen.
  • Kaffeekonsum: Auch wer zu viel Kaffee getrunken hat, kann plötzlich Übelkeit entwickeln.

Was tun bei plötzlicher Übelkeit

  • Ruhe finden: Wem übel ist, der braucht Ruhe. Deshalb Musik oder Fernsehen ausschalten.
  • Frische Luft schnappen: Frische Luft ist für viele bei Übelkeit ganz wichtig. Öffnen Sie daher die Fenster und betreiben Sie, wenn möglich, Stoßlüften. Bei leichter Übelkeit kann auch ein Spaziergang an der frischen Luft helfen.
  • Sich ablenken: Besonders wenn es Kindern schlecht geht, kann es helfen, wenn sie eine Geschichte vorgelesen bekommen oder unterwegs „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ mit ihnen gespielt wird (möglichst mit Blick nach draußen).
  • Beruhigende Tees trinken: Kamillentee, Ingwertee oder Fencheltee eignen sich gut bei Übelkeit, um den Magen wieder zu beruhigen.
  • Eine Kleinigkeit essen: Wenn Ihnen nur leicht übel ist, können Sie Ihren Magen mit kleinen Bissen Weißbrot oder Zwieback versuchen zu beruhigen.

Was ist Reiseübelkeit?

Mediziner sprechen bei Reisekrankheit auch von Bewegungskrankheit (Kinetose): Sie tritt immer dann auf, wenn die Betroffenen unterwegs sind und ungewohnte Bewegungen oder Beschleunigungen erleben.  Kinder und Frauen werden eher reisekrank als Männer. 

Reiseübelkeit kann in verschiedenen Situationen auftreten: 

  • Im Auto hinten sitzen und die Serpentinen in den Bergen hoch- und runterfahren. Bremsen, wieder beschleunigen: Für viele mit Reisekrankheit führt allein die Vorstellung schon zu Unbehagen.
  • Auch schwierig für Menschen, deren Magen sich unterwegs schnell umstülpt, sind Fahrten in fröhlich schaukelnden Bussen
  • Genauso ist es auf Schiffen: Da reicht schon leichter Seegang. Schlimm wird es aber, wenn die Wellen ordentlich Fahrt aufnehmen.
  • Übelkeit kann auch eintreten, wenn auf Flugreisen die Turbulenzen stark sind.

Wie kommt es dazu? Die Augen können die gefühlte Bewegung im Auto, Schiff oder Flugzeug nicht nachvollziehen, sodass es im Gehirn zu einem Fehlersignal kommt. Auf einer längeren Schifffahrt kann die Seekrankheit mehrere Tage andauern, bis sich der Körper an das Schaukeln gewöhnt.

Wie kann man Übelkeit auf Reisen vorbeugen?

Wenn Sie folgende Tipps einhalten, beugen Sie Übelkeit und Erbrechen unterwegs vor:

  • An den Horizont schauen und einen Punkt fixieren: Im Auto ist es am besten, während der Fahrt aus dem Fenster nach vorne auf die Straße zu schauen. So kann auch die weitere Umgebung wahrgenommen werden. Sind Sie auf einem Schiff, bleiben Sie besser an Deck und blicken auf den Horizont.
  • Auf schweres, fettiges Essen verzichten: Wer unterwegs einen leeren Magen hat und leichte Kost zu sich nimmt, hilft dem Magen und tut etwas gegen Übelkeit.
  • Frische Luft hereinlassen: Lassen Sie bei der Fahrt im Auto ein Fenster geöffnet oder bleiben Sie auf dem Schiff an Deck – frische Luft tut gut und beugt Übelkeit und Erbrechen vor.
  • Auf das Handy und Lesen verzichten: Unterwegs Nachrichten und E-Mails abrufen, muss manchmal jobbedingt sein. Haben Sie jedoch leicht mit Reiseübelkeit zu tun hat, sollten Sie das Handy in der Tasche lassen. Lesen – auch in Büchern oder Zeitschriften – bringt die Sinneswahrnehmung noch mehr durcheinander. Das kann leicht vermieden werden.
  • Ingwerwasser trinken: Ingwer hat Inhaltsstoffe, die gegen Übelkeit helfen und ihr vorbeugen. Wenn Sie verreisten, können Sie sich zum Beispiel frischen Ingwer in eine Flasche Wasser schneiden und das Wasser dann nach und nach trinken. Unterstützen kann es auch, zwischendurch ein Ingwerbonbon zu lutschen.
  • Schlafen oder Dösen: Wenn Sie es schaffen, unterwegs die Augen zu schließen und zu dösen oder gar einzuschlafen, umso besser. Die Zeit vergeht gefühlt schneller und die Reiseübelkeit hat wenig Chance.
  • Ein Mittel gegen Reiseübelkeit dabeihaben: Sie sind unterwegs anfällig für Übelkeit und Erbrechen? Nehmen Sie im besten Fall schon vor Reiseantritt ein sogenanntes Antiemetikum mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat ein, zum Beispiel Vomex A®. So verhindern Sie wirksam und sicher, dass sich Ihnen der Magen dreht.

Warum wird Kindern schlecht?

„Mama, mir ist schlecht“ – schön, wenn der Nachwuchs schon sprechen und sagen kann, was los ist. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist das anders. Bei ihnen müssen Sie noch genauer hinschauen, warum sie sich übergeben müssen.

Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen, warum den Kleinen schlecht wird. Die häufigsten sind:

  • Magen-Darm-Infektionen durch Viren oder Bakterien,
  • Lebensmittel, die das Kind nicht vertragen hat (z. B. zu fette oder blähende Speisen, eiskalte Getränke) oder an die es nicht gewöhnt ist (etwa im Urlaub),
  • Reiseübelkeit, z. B. bei längeren Autofahrten,
  • Aufregung (auch freudige) oder Stress,
  • Seelische Ursachen, etwa durch Überforderung in der Schule,
  • Kopfschmerzen (z. B. im Zusammenhang mit Migräne),
  • Gehirnerschütterung nach Stürzen.

Das Immunsystem von Kindern ist noch nicht so entwickelt wie bei Erwachsenen, sodass sie zum Beispiel anfälliger für Magen-Darm-Infekte sind.
Wichtig ist: Bei Kindern immer also genau hinschauen, was los ist und die Kleinen unterstützen. Sie können selbst noch nicht einschätzen, woher die Übelkeit kommt.

Die folgenden Tipps helfen gegen Übelkeit bei Kindern:

  • Beruhigen und Trösten: Wenn die Kleinen noch gar nicht wissen und einschätzen können, warum ihnen schlecht ist, ist es wichtig, sie zu beruhigen. Dabei erklären, dass die Übelkeit wieder vorbei geht und besprechen, was man gemeinsam dafür tun kann.
  • Getränke anbieten: Besonders dann, wenn Kinder sich auch erbrechen müssen oder Durchfall haben, ist es wichtig, dass sie genug trinken. Stilles Wasser oder Tees aus Kamille, Fenchel, Kümmel oder Anis helfen, den Magen zu beruhigen.
  • Wärmflasche oder Körnerkissen auf den Bauch legen: Kuscheln Sie Ihr Kind auf dem Sofa in eine Wolldecke ein und legen Sie dann noch eine Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen auf den Bauch. Das hilft, Kind und Bauch zu beruhigen. Doch Achtung: Wärmflasche und Körnerkissen nicht direkt auf die Haut legen, sondern ein Handtuch dazwischen legen, damit es nicht zu heiß ist. 
  • Schonkost zubereiten: Auch Kindern vergeht bei Übelkeit der Appetit. Und wenn sie sich richtig elend fühlen, ist es auch okay, wenn sie ein, zwei Tage keine feste Nahrung zu sich nehmen. Geben Sie ihnen dann einen Löffel Honig in den Tee. Wenn es wieder etwas besser geht, kann den Kleinen der Einstieg ins Essen mit Zwieback, Banane oder Salzstangen vereinfacht werden. Auch eine Gemüsebrühe zwischendurch ist gut, vor allem dann, wenn die Kleinen auch erbrechen mussten. Sie hilft, den Flüssigkeits- und Elektrolyt-Haushalt auszugleichen.
  • Für frische Luft sorgen: Lüften, lüften, lüften oder nach Möglichkeit auch ein Spaziergang an der frischen Luft helfen, dass sich die Kinder direkt ein bisschen besser zu fühlen. 
  • Ein bewährtes Präparat gegen Übelkeit nehmen: Der Wirkstoff Dimenhydrinat ist auch in niedrigerer Dosierung für Kinder ab 6 kg Körpergewicht erhältlich, zum Beispiel in Vomex A® Sirup der kinderfreundlich nach Kirsche schmeckt.

Wichtig:

Zum Arzt müssen Kinder, wenn Übelkeit und Erbrechen andauern. 

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist es ratsam, in jedem Fall den Kinderarzt aufzusuchen. Bei Ihnen kann es bei Erbrechen, wie bei Durchfall, zu ernsten Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten kommen. Der Arzt sollte daher unbedingt schauen, was die Ursache ist und gegebenenfalls ein Medikament verordnen.  

Klagen Kinder plötzlich über Übelkeit, könnten sie unbemerkt giftige Beeren gegessen oder Haushaltsreiniger getrunken haben. Wenn Sie sich unsicher sind, wendet sich am besten an die Informationszentrale gegen Vergiftungen (www.gizbonn.de). Die Hotline ist rund um die Uhr, sieben Tage die Woche erreichbar: 0228 19240.

Schützen Sie sich und andere vor Noroviren und Co.

Wer sich plötzlich ohne große Vorankündigung hundeelend fühlt und sich stark erbrechen muss, kann sich möglicherweise mit Noroviren infiziert haben. Auch im Verlauf einer Infektion mit Rotaviren kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen.

Meist gehen die Symptome mit Durchfall, Kopf und Gliederschmerzen und Fieber einher. Die Viren sind hochansteckend. Sie verbreiten sich besonders einfach zwischen Oktober und März.

Infektionen müssen vom Arzt an das Gesundheitsamt gemeldet werden.

Um sich gar nicht erst anzustecken: Händewaschen

Waschen Sie regelmäßig mit Seife und warmen Wasser die Hände. Denken Sie dabei auch an die Fingerzwischenräume und die Handoberflächen. Dann bis 20 zählen und mit warmem Wasser abspülen – das hilft, Infektionen mit Rota- und Noroviren vorzubeugen.

Was hilft bei einem Magen-Darm-Infekt?

  • Bettruhe: Meist geht es Ihnen mit Magen-Darm-Infekt ohnehin so elend, dass Sie gar nichts anderes machen möchten, als im Bett zu liegen. Das ist auch sinnvoll: Der Körper kämpft gegen einen Virus und am besten hilft da Schonung.
  • Genug trinken: Wer sich stark erbrechen muss und Durchfall hat, verliert viel Wasser und wichtige Elektrolyte, wie Magnesium, Kalium und Eisen. Um einer Dehydrierung vorzubeugen, ist es daher ganz wichtig, stilles Wasser und Tees zu trinken. Auch Gemüsebrühe gleicht den Haushalt gut aus.
  • Schonkost: Wenn Sie langsam wieder feste Nahrung zu sich nehmen können, beginnen Sie am besten erst mit leichter Kost. Das können Zwieback, aber auch Bananen und mit Wasser gekochter Haferschleim sein.
  • Ein bewährtes Präparat gegen Übelkeit einnehmen: Bei Erbrechen besteht die Gefahr eines Elektrolytverlusts. Um dem vorzubeugen, empfiehlt sich ein zuverlässiges Präparat gegen Übelkeit und Erbrechen einzunehmen, zum Beispiel Vomex A®

So schützen Sie andere

  • Ansteckungszeiten beachten: Kinder dürfen nach einem Magen-Darm-Infekt erst wieder in die Kita oder Schule, wenn sie zwei Tage symptomfrei waren.
  • Hygiene einhalten: Gerade kleine Kinder stecken sich in der Kita schnell gegenseitig an. Wenn bei den erkrankten Kindern die Windeln gewechselt werden oder auch, wenn erkrankte Erwachsene auf Toilette waren, ist es wichtig, sich die Hände gründlich zu waschen und Flächen zu desinfizieren, die möglicherweise mit Stuhl und Krankheitserregern kontaminiert sind.

Wie kann man Bakterien-Infektionen vermeiden?

Wenn Bakterien im Spiel sind, kann das zu Übelkeit und Erbrechen führen. Zu den bakteriellen Magen-Darm-Infekten kommt es besonders häufig in den Sommermonaten, wenn die Bakterien ideale Bedingungen haben, um sich auf rohem Fleisch und Fisch zu vermehren.

  • Auf Hygiene achten: Das ist unabhängig von der Jahreszeit wichtig – in der Küche hygienisch zu arbeiten. Wer rohes Fleisch und besonders Geflügel sowie Fisch verarbeitet, sollte die Verpackung direkt im Müll entsorgen. Waschen Sie das Brett und Messer, mit dem das Fleisch der Fisch geschnitten wurden, sofort ab. Wer zum Beispiel auf dem gleichen Brett Gemüse schneidet, riskiert die Verbreitung krankmachender Keime.
  • Gut reinigen: Wer Erbrechen muss, schafft es manchmal nicht bis zur Toilette. Wichtig ist dann, dass das Erbrochene schnell und gründlich beseitigt wird. Am besten werden Flächen und auch die Toilette gründlich mit Reinigungsmittel und Wasser gesäubert, gut getrocknet und im Anschluss desinfiziert.
  • Heiß waschen: Um einer Ansteckung innerhalb der Familie vorzubeugen, wenn ein Familienmitglied erkrankt ist, ist es wichtig, Küchentücher, Handtücher und Bettwäsche regelmäßig zu wechseln und bei mindestens 60 Grad zu waschen.
  • Regelmäßig lüften: Das Schlafzimmer, in dem jemand mit verdorbenem Magen liegt, sollte regelmäßig stoßgelüftet werden.
  • Bettruhe, genug trinken, mit Schonkost anfangen: Haben Sie sich den Magen verdorben, brauchen Sie Ruhe, um schnell wieder auf die Beine zu kommen. Besonders wichtig ist es, genug zu trinken, um einer möglichen Dehydrierung vorzubeugen.

Wie kommt es zu Schwangerschaftsübelkeit

Schwangerschaftsübelkeit entsteht durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft. Sobald Sie schwanger sind, bildet Ihr Körper das Schwangerschaftshormon HCG und auch Ihr Östrogen-Haushalt verändert sich. 

Entsprechend kommt es vor allem zu Anfang der Schwangerschaft zu Schwangerschaftsübelkeit.  Besonders in der 5.-14. Schwangerschaftswoche, wenn die Organe und Gliedmaßen des Kindes gebildet werden, wird vielen Frauen oft übel.

Zusätzlich zu diesen hormonellen Auslösern können auch Stress und Ängste oder eine Störung der Schilddrüse zu Schwangerschaftsübelkeit führen.

Ist meine Schwangerschaftsübelkeit normal?

Schwangerschaftsübelkeit trifft zwei Drittel aller Frauen und ist somit generell völlig normal. Anders als der volkstümliche Begriff „Morgenübelkeit“ vermuten lässt, ist es ebenfalls nicht unnormal, dass Ihnen auch tagsüber oder abends übel wird. Die Hälfte der Schwangeren klagt zwar vor allem morgens über einen flauen Magen oder Erbrechen, die Symptome können jedoch den ganzen Tag auftreten. 

Gehen Sie jedoch zum Arzt, wenn

  • Sie sich mehr als 5 Mal täglich übergeben müssen,
  • mehr Flüssigkeit verlieren, als Sie aufnehmen können,
  • keinerlei Nahrung mehr behalten können
  • oder stark abnehmen.

Circa 2 % der Schwangeren leidet an Hyperemesis gravidarum. Diese gravierende Form der Schwangerschaftsübelkeit trifft vor allem Frauen, die Zwillinge erwarten, und schlanke Nichtraucherinnen unter 35. Auch hierbei ist eine regelmäßige ärztliche Betreuung ratsam.

Wie kann ich Schwangerschaftsübelkeit vermeiden?

  • Lassen Sie sich morgens beim Aufstehen Zeit. Essen Sie vielleicht schon einen Happen im Bett sitzend und achten Sie beim Duschen auf Ihren Kreislauf. 
  • Essen lieber von früh bis spät mehrere leichte Mahlzeiten als nur drei große. So wird Ihr Magen nie stark belastet, ist aber immer gefüllt. Und vergessen Sie nicht, regelmäßig zu trinken.
  • Achten Sie auf eine gesunde, vollwertige Ernährung: Vitamine halten Sie gesund, Eiweiß und Kohlhydrate halten den Blutzuckerspiegel hoch.
  • Belasten Sie Ihren Magen nicht zusätzlich: Schärfe, Würze, Fett, Zucker und Säure sollten Sie ab jetzt milder dosieren. Daher sind auch bei Getränken Wasser und Tee besser als Saft oder Softdrinks.
  • Kennen Sie Ihre Trigger und meiden Sie diese: Intensives Parfum, aber auch der Geruch von Kaffee, Fleisch, Fisch oder fettigem Fastfood lösen oft Schwangerschaftsübelkeit aus. 
  • Seien Sie sich selbst eine gute Mama: Vermeiden Sie Stress, schlafen Sie genug, bewegen Sie sich ausreichend und gehen Sie an die frische Luft.

Was hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit?

  • Frische Luft
  • Ingwer- oder Kräutertee (z.B. Kamille, Pfefferminze, Melisse, Fenchel und Anis)
  • Bitterstoffe (z.B: in Grapefruit, Rucola oder Chicorée)
  • Riechfläschchen, um triggernde Gerüche zu überdecken (z.B. mit Zitronen-, Ingwer- oder Minzduft)
  • Medikamente gegen Übelkeit

Was passiert bei Migräne?

Starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen – wer eine Migräneattacke hat, legt sich hin, braucht Ruhe und Dunkelheit. 15 bis 25 % der Frauen in Deutschland leiden an Migräne und 10 bis 17 % der Männer. Sie ist damit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. 

Migräneattacken treten bei manchen ein paar Mal im Jahr auf und bei anderen mehrmals im Monat. Manche Betroffene haben sogar beinahe täglich mit Migräne zu tun und leiden sehr unter den Symptomen.

Migräne hat einige Begleitsymptome:

  • Wer akut an einer Migräneattacke leidet, hat in der Regel keinen oder nur wenig Appetit. 
  • 80 % der Betroffenen leiden an Übelkeit.
  • 50 % müssen sich erbrechen. 
  • Auch Blähungen, Bauchschmerzen, Sodbrennen und Geruchsempfindlichkeit sind typisch.

Übelkeit und Erbrechen sind eine Begleitreaktion davon, dass es bei Migräne zu einer Nervenzellen- und Entzündungsreaktion im Gehirn kommt, die auch das Brechzentrum im Gehirn stimuliert.

Ihre Auslöser kennen und vermeiden

Migräne kann nicht geheilt werden. Es ist jedoch bekannt, dass es Trigger für die heftigen Kopfschmerzattacken gibt. Die sind bei Betroffenen sehr individuell. Dazu gehören folgende Faktoren:

  • Wechselnder Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Unregelmäßiger Tagesablauf mit langen Abständen zwischen den Mahlzeiten
  • Bei Frauen: Hormonschwankungen im Zyklus
  • Seelische und körperliche Belastungen
  • Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Käse oder Rotwein
  • Äußere Reize, wie sehr helles, flackerndes Licht oder Lärm
  • Wetter- und Höhenveränderungen
  • Medikamente, wie etwa die Anti-Baby-Pille

Wichtig ist, dass Sie Ihre Trigger kennen und Ihren Lebensstil so anzupassen, dass diese Faktoren reduziert werden. Dazu kommt eine vom Arzt verordnete und individuell abgestimmte medikamentöse Schmerztherapie, die hilft, wenn es mit den Kopfschmerzen los geht.
Wer an Übelkeit und Erbrechen leidet, kann außerdem mit einem Mittel mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat schnell Linderung bekommen. Das Mittel wirkt direkt auf das Brechzentrum und dämpft dessen Aktivität.

Kommt auch noch Durchfall dazu?

Übelkeit und Durchfall treten oft gemeinsam auf 

Auch zum Thema Durchfall haben wir zum Glück wertvolle Infos und Tipps für Sie.